Reportage · Uhrmacherhandwerk

Dieser Chronograph beschäftigt ganz Deutschland — und niemand versteht diesen Preis

Eine kleine Werkstatt im Vogtland bringt einen Chronographen mit Saphirglas und Edelstahlgehäuse für 89 € auf den Markt — in einer Verarbeitung, die man sonst eine Preisklasse höher sieht. Sammler, Uhrmacher und ganz normale Kunden diskutieren seit Monaten, ob das überhaupt seriös sein kann. Lesen Sie die Geschichte bis zum Ende — den letzten Absatz überspringen die meisten.

Lesezeit: 4 Minuten · Anzeige

Mann im dunkelblauen Anzug mit einem Edelstahl-Chronographen am Handgelenk in einem Fernsehstudio
Aufnahme aus einer Sendung über Verbrauchertrends. Am Ende drehte sich das Gespräch nur noch um die Uhr am Handgelenk des Gastes — und um ihren Preis.

Angefangen hat alles in einem Uhrengeschäft im sächsischen Reichenbach. Ein Kunde kam mit einem Chronographen herein und wollte nur das Lederband wechseln lassen. Der Uhrmacher drehte die Uhr um, sah sich das Gehäuse an, dann die Verarbeitung des Zifferblatts — und stellte die Frage, die sich seitdem in Hunderten Gesprächen wiederholt hat: „Was haben Sie dafür bezahlt?“

Die Antwort — neunundachtzig Euro — löste eine Diskussion aus, die von Fachforen in Facebook-Gruppen, in Cafés und in Büros gewandert ist. Für diesen Betrag bekommt man in Deutschland üblicherweise eine Modeuhr aus beschichtetem Blech. Keinen 40-mm-Chronographen aus 316L-Edelstahl mit entspiegeltem Saphirglas und von Hand gesetzten Indizes.

Die Werkstatt, die niemand kannte

Das Modell Pbici Chronograph C-01 entsteht in einer Werkstatt mit sechs Mitarbeitern. Keine Fernsehkampagne, kein Markenbotschafter, keine Boutique in der Königsallee. Die Komponenten stammen von denselben Zulieferern, die auch Schweizer Marken der Mittelklasse beliefern; Montage, Regulierung und Endkontrolle laufen Stück für Stück von Hand.

Die Entscheidung der Gründer war einfach und radikal: den Handel überspringen. Kein Großhandel, kein Schaufenster, keine dreistellige Handelsspanne. Der Preis, den der Kunde zahlt, liegt nahe an den Herstellkosten plus der Arbeit des Uhrmachers. Das ist die ganze Erklärung für das „Rätsel“, über das seit Monaten gesprochen wird.

Pbici Chronograph C-01 auf der hölzernen Werkbank einer Uhrmacherwerkstatt
Der C-01 in der Werkstatt, kurz vor der abschließenden Gangkontrolle.
„Ich habe das Gehäuse geöffnet in der Erwartung, billige Massenware zu finden. Stattdessen lag da ein sauber verbautes Chronographenwerk. Ich habe zwei Kollegen dazugeholt, um sicher zu sein, dass ich mich nicht irre.“ Uhrmachermeister aus dem Vogtland, 40 Jahre im Beruf

Was da tatsächlich am Handgelenk sitzt

Die technischen Daten sind überprüfbar — und genau sie sind der Grund, warum die Diskussion bis heute nicht abgerissen ist.

01

Chronographenwerk mit Stoppfunktion

Drei Totalisatoren, Sekundenstopp und Datumsfenster. Ganggenauigkeit ±15 Sekunden im Monat, Batterielaufzeit rund 36 Monate.

02

Gehäuse aus 316L-Edelstahl

40 mm Durchmesser, 11 mm Höhe, poliert und satiniert. Nickelarm nach EU-Norm — auch bei empfindlicher Haut unproblematisch.

03

Entspiegeltes Saphirglas

Härtegrad 9 nach Mohs. Übersteht den Alltag mit Schreibtischkante, Schlüsselbund und Lenkrad, ohne matt zu werden.

04

Wasserdichtheit 5 ATM

Regen, Händewaschen, Dusche — kein Problem. Jedes Gehäuse wird einzeln in der Druckkammer geprüft.

05

Von Hand gefertigtes Zifferblatt

Sonnenschliff, einzeln gesetzte Indizes, gebläute Zeiger. Kein Zifferblatt spielt mit dem Licht exakt wie das andere.

06

Wechselbares Lederarmband

Alligatorprägung auf pflanzlich gegerbtem Kalbsleder, Schnellwechsel-Federstege. Bandwechsel in Sekunden, ohne Werkzeug.

Warum gerade jetzt darüber gesprochen wird

Deutsche Käufer gehören zu den nüchternsten in Europa. Sie fragen sehr genau, was sie für ihr Geld bekommen, und zahlen ungern für einen Namen auf dem Zifferblatt. Genau in diese Lücke passt der C-01: Technik, Material und Verarbeitung ohne Marketingaufschlag — dazu die gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten und ein Widerrufsrecht von 14 Tagen, wie es das deutsche Fernabsatzrecht vorsieht.

Pbici Chronograph C-01 neben der Geschenkbox mit nummeriertem Zertifikat
Lieferung in fester Box, mit nummeriertem Zertifikat und 24 Monaten Gewährleistung.

Warum die Verfügbarkeit begrenzt bleibt

Sechs Uhrmacher schaffen pro Monat nur eine begrenzte Stückzahl. Es gibt kein tiefes Lager: Bestellungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet, und wenn die Monatsproduktion vergeben ist, rückt der nächste Liefertermin nach. Genau deshalb lesen viele bis hierher, verschieben die Entscheidung — und finden später eine längere Warteliste vor.

Nahaufnahme des Pbici Chronographen C-01 am Handgelenk unter einer Anzugmanschette
40 mm Gehäuse: groß genug für den Chronographen, flach genug für die Hemdmanschette.

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Pbici Chronograph C-01 — 89 € 178 €

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